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Jahresausflug 2011

Am 24. und 25. September 2011 fand der Jahresausflug statt. Die aktiven und passiven Vereinmitglieder verschlug es an den Rhein, genauer gesagt in die Nähe von Worms.

Geboten war vieles: Stadtrundgang durch Worms, Bootstour auf dem Rhein, Besteigung von Burgen, ein unterhaltsamer Abend im Hotel und einen Abstecher in einer urigen Besenwirtschaft auf dem Heimweg...


Kultur und Natur (Text: Bericht des Teckboten)

Bei herrlichem Sommerwetter verbrachten die Mitglieder des Kirchheimer Zither- und Akkordeonvereins bei ihrem Jahresausflug zwei schöne Tage in Rheinhessen und an der Bergstraße.

Kirchheim. Das erste Ziel der Reise war Worms, eine der ältesten Städte Deutschlands, die auf 7000 Jahre Siedlungsgeschichte zurückblicken kann. Von den Römern planmäßig angelegt, finden sich noch heute Spuren ihres Schaffens, die viel solider ausgeführt wurden als später im Mittelalter. Das zentrale Bauwerk in Worms ist der aus rotem Sandstein erbaute Dom Sankt Peter, der ursprünglich spätromanisch war und später mit barocken Anbauten geschmückt wurde.

Der älteste jüdische Friedhof Europas mit seinen krummen Grabsteinen fand ebenfalls großes Interesse. Entlang der Wormser Stadtmauer aus dem zehnten Jahrhundert gelangte die Gruppe zu dem größten Reformations-Denkmal der Welt, das Martin Luther umringt von seinen als Ketzern verbrannten Anhängern darstellt.

Die Stadtführung endete an dem Schicksalsrad-Brunnen von 1986, dessen sich drehendes Bronzerad die letzten 2000 Jahre Wormser Geschichte abbildet.

Am Nachmittag begaben sich die Reisenden nach Guntersblum, von wo aus sie zu einer zweistündigen Schifffahrt auf dem Rhein starteten. An Bord der „König Gunther“ mit ihren einladenden Sonnendecks war mit Kaffee, Kuchen und Weinen der Region auch für das leibliche Wohl gesorgt. Am abwechslungsreichen Rheinufer tummelten sich etliche Paddler, Schwimmer und Angler.

Den geselligen Abend mit Akkordeonmusik und die Nacht verbrachten die Ausflügler im Hotel Riedstern in Goddelau. Nach einem reichhaltigen Frühstück standen zwei verschiedene Ziele zur Auswahl.

Die eine Hälfte wurde in Stockstadt abgesetzt, um das Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue zu erkunden. Die Flussauenlandschaft gleicht mit ihren lianenähnlichen Gewächsen und den alten Bäumen einem wahren Dschungel. Die andere Hälfte der Gruppe fuhr zu dem 58 Hektar großen Eicher See, der aufgrund seiner angenehmen Temperatur auch Rheinhessische Badewanne genannt wird.

Auf dem mit bunten Fähnchen geschmückten Floß „Kontiki“ wurde der für Freizeitzwecke angelegte Baggersee in seiner ganzen Länge von zwei Kilometern befahren.

Nachdem die Gruppe wieder vereint war, steuerte der Bus Heppenheim an der Bergstraße an. Hier boten sich mit der imposanten Peterskirche in der romantischen Altstadt, der hoch auf dem Schlossberg thronenden fast 1000 Jahre alten Starkenburg oder mit gemütlichen Cafes und Kneipen etliche Besichtigungspunkte an.

Die Heimreise wurde in Rutesheim unterbrochen, um in der Besenwirtschaft „Zum Holzschnitzer“ noch einmal die gute Gemeinschaft zu feiern und bei Wein und reichlich gutem Essen zu fröhlichen Akkordeonklängen zwei harmonische Tage ausklingen zu lassen.sr